Schneller werden
 

 

 
 
   
 
 
Über mich
Bilder
Medien
Unterricht
Artikel
langsam üben
Schneller werden
Links
Kontakt

 
Schneller werden


"Wie werde ich schneller?“ ist eine oft geäußerte Frage der strebsamen Gitarren-Jünger.

 

Und mal ehrlich: Es ist doch faszinierend, die Gitarren-Helden dabei zu sehen, wie sie atemberaubende Läufe und Arpeggios abliefern. Zwischen dem eigenen und dem angestrebten Können scheint jedoch eine unüberbrückbare Schlucht zu bestehen. Für viele scheint das Ziel, "So schnell möchte ich auch spielen können“, ein unerreichbarer Traum zu bleiben.

 

Wenn man einfach versucht, so schnell wie möglich zu spielen, kann man folgendes beobachten.: Je länger man spielt, umso verkrampfter wird man und umso unsauberer wird das Ergebnis, dies führt bis hin zum Langsamerwerden und mitunter ist man sogar gezwungen, mit dem Spielen ganz aufzuhören, weil die Verspannungen starke Schmerzen verursachen.

 

Aber - Rettung ist in Sicht:

 

Es gibt zahlreiche Vorgehensweisen, die, beharrlich ausgeübt, das Ziel näher rücken lassen.

 

Ich möchte im folgenden ein Übungsverfahren vorstellen, das den Übergang von der langsamen, kontrollierten, hin zur schnellen, automatisierten Bewegung trainiert.

 

Voraussetzung ist, dass du mit dem langsamen Üben vertraut bist, bei dem du sämtliche Verspannungen spüren und auflösen kannst (siehe auch mein Artikel "Langsam üben“).

 

Also gehen wir frohen Mutes ans Werk.

Als Beispiel nehmen wir Ex 1, eine einfache Sequenz mit Saitenwechsel.

 

                                    

 

Versuche nun, die Sequenz, so wie in EX 2 geschrieben, zu spielen. Das heißt, auf dem 3. Viertel anstelle einer 16tel Folge diese Folge in der gleichen Zeit zweimal zu spielen (32tel).

 

Du musst dazu natürlich ein Grundtempo wählen, in dem du die 32tel bewältigen kannst.

 

Der Witz dabei ist, dass du dich bei den langsameren Tönen immer wieder entspannen kannst.

Löse die bei den schnellen Passagen eventuell entstandenen Verspannungen. Versuche, die Entspannung in die schnellen Teile "hinüber zu retten“.

 

                                    

 

Wenn das gut klappt, verlängere die schnellen Teile z.B. wie in EX 3

 

                                    

 

Bei unserer Beispielsequenz haben wir noch eine weitere Schwierigkeit zu beachten. Es gibt hier einen Saitenwechsel zu bewältigen. Waren in Ex 2 und Ex 3 die Saitenwechsel auf den langsamen Teilen, so können wir das ja leicht ändern.

 

In Ex 4 geschieht der Saitenwechsel nach einer schnellen Stelle, wobei man auf langsameren Tönen landet und sich entspannen kann.

 

 

                                    

 

Und nun in Ex 5, du ahnst es schon, ist der Saitenwechsel mitten in einer schnellen Passage.

 

 

                                    

 

Du kannst diese Art zu üben auf alle möglichen technischen Aspekte anwenden (z.B. Lagenwechsel, Saitenwechsel, rechte Hand, Legato usw.). Wenn du Schwierigkeiten dabei hast, dieses Prinzip auf deine konkreten Stücke anzuwenden, denk daran: ein guter Lehrer kann dir dabei helfen.

 

Zum Abschluss möchte ich noch auf zwei Artikel von Tom Hess (großartiger Gitarrist, Lehrer und Mentor) zu diesem Thema hinweisen (diese sind in englischer Sprache).

 

 

How to practice for maximum speed - part 1

 

How to practice for maximum speed - part 2